Strukturwandel in der verarbeitenden Industrie – Hybride Produkte und Produktionsprozesse verändern industrielle Geschäftsmodelle

Seit Mitte der 2010er Jahre entwickelt sich der in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung ermittelte Produktionswert für das verarbeitende Gewerbe deutlich positiver als der monatliche Produktionsindex der Wirtschaftsstatistik. Diese wachsende Diskrepanz spiegelt einen Strukturwandel im verarbeitenden Gewerbe wider. Während der Produktionsindex in erster Linie die Entwicklung des realen Werts der Warenproduktion misst, umfasst der Produktionswert auch die zunehmenden nichtindustriellen Aktivitäten von Industrieunternehmen.


Einerseits werden die Produkte von Industrieunternehmen immer hybrider, da Waren zunehmend mit produktbezogenen Dienstleistungen gebündelt werden. Andererseits wird die Produktion selbst immer hybrider, da Unternehmen ihre Warenproduktion auslagern und ihre inländischen Aktivitäten auf Produktentwicklung und -nutzung konzentrieren.


Selbst bei rückläufiger Produktion können Unternehmen durch Prozessoptimierung und Verlagerung der Wertschöpfung widerstandsfähig bleiben. In der Studie heißt es: Die zunehmende Automatisierung im Produktionsprozess könnte dazu beigetragen haben, indem sie den Vorteil niedriger Arbeitskosten in den ehemaligen Zielländern der Produktionsverlagerung verringert hat. Gleichzeitig dürfte Reshoring das Risiko verringern, dass Wertschöpfungsketten zusammenbrechen und Produktionsprozesse gestört werden. Ein wertvolles Instrument, um die Produktion stabiler und effizienter zu gestalten und vor allem wertvolles Fachwissen zu sichern, ist der „Digital Service Assistant“ von findIQ. Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf!

Quelle: Lehmann, R., Linz, S. & Wollmershäuser, T. (2025): Strukturwandel im verarbeitenden Gewerbe: Hybride Produkte und Produktionsprozesse verändern industrielle Geschäftsmodelle. ifo Schnelldienst digital, 6(5), S. 1–13.

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